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IRISH WOLFHOUND - Standard, FCI N° 160 20.03.1990/D © imjc

Übersetzung : Iris Jacobs, 1999
Ursprungsland : Irland
Patronat : Irland
Originalstandard - Datum :
Verwendung : Hetzhund zur Jagd auf Wolf, Bär und Hirsch, selten als Rennhund, da oft
zu schwer.
FCI - Einteilung : Gruppe 10 : Windhunde
Sektion 3 : rauhhaarige Windhunde ohne Arbeitsprüfung
kynologische Einteilung : westliche Windhunde mit Rosenohren

Verwendung
Zwar wurden die Irish Wolfhounds auch für die Jagd auf den Hirsch (besonders den Rothirsch) ver -
wendet, bis zum 17.Jahrhundert war es durchaus üblich, sie zum Reißen von Wölfen zu halten, die große
Teile Europas heimsuchten, bevor die Wälder gelichtet wurden.

Kurzer geschichtlicher Abriß

Man weiß, daß die Kelten auf dem Kontinent Windhunde hielten, die vermutlich von den Windhunden
abstammten, die bereits auf ägyptischen Bildern abgebildet waren. Wie ihre kontinentalen Verwandten
waren auch die Irischen Kelten bemüht, große Hunde zu züchten, aber ihre Hunde scheinen noch größer
gewesen zu sein als die ältere Art. Diese großen Irischen Hunde hatten noch glattes und raues Haar,
erst später konnte das raue Haar dominieren, vermutlich wegen des Klimas in Irland. Die erste Literatur
über diese Hunde stammt von einem römischen Consul a.d. 391, aber sicherlich gab es sie bereits im 1.
Jahrhundert in Irland, als Setana seinen Namen in Cu-Chuilainn (der Hund Culans) änderte. Es gibt einen
Hinweis auf einen Uisneach aus dem 1. Jahrhundert, der 150 Hunde auf seiner Flucht mit nach Irland
nahm. Irische Hunde sind auch zweifellos in den Ahnen des Scotish Deerhound zu finden. Paare von IWs
waren vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert wertvolle Geschenke an die Königshäuser überall in der
damaligen Welt. Sie kamen nach England, Spanien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Persien, Indien und
Polen. Die Änderung des Namens in Wolfhound stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, als sich jede
Grafschaft 24 Wolfhounds beschaffte, um die Herden der Bauern vor den Raubzügen der Wölfe zu
schützen. Cromwell's Verbot, Wolfhounds zu exportieren, half, ihre Zahl eine Zeit lang zu erhalten,
aber das fortschreitende Verschwinden der Wölfe und die daher verminderte Nachfrage überall redu -
zierte ihre Anzahl zu Ende des 18. Jahrhunderts beinahe bis zum Aussterben.
Wahrscheinlich war es teilweise die Woge des romantischen Nationalismus, die das Interesse an der
Rasse wiederbelebte. Der Wolfhound erreichte die rassetypische Veranlagung nur durch ziemlich
häufiges Inzüchten, aber die Ergebnisse wurden letztlich als legitime Wiederbelebung der Zucht an -
genommen. Ein Club für den IW wurde 1885 gegründet und der Irish Kennel Club verzeichnete eine
Klasse für diese Rasse auf seiner Show im April 1879. Nun erfreute sich der IW erneut eines ähnlichen
Ansehens wie im Mittelalter und begeisterte die meisten Liebhaber, da er ein lebendes Symbol für die
Irische Kultur ist und die keltische Vergangenheit wieder ins Bewusstsein brachte. Irish Wolfhounds,
Lämmer im Haus, Löwen auf der Jagd, werden nun in ziemlich großer Zahl auch außerhalb Irlands
gezüchtet.

Allgemeines Aussehen

Der IW sollte keineswegs so gewichtig wie die Deutsche Dogge, aber kräftiger als der Deerhound sein,
dessen allgemeinem Typ er andererseits ähnlich sein sollte. Die Größe und Ausstrahlung überwältigen,
sehr muskulös, robust und zugleich anmutig gebaut, die Bewegungen leicht und lebhaft; Kopf und Hals
hoch getragen; der Schwanz in leichtem Bogen an der Hinterhand entlang getragen.

Kopf
Lang, die Stirnbeine des Vorderhauptes nur sehr wenig hervorstehend, mit einer sehr schwachen
Einkerbung zwischen den Augen. Oberkopf (Schädel) nicht sehr breit.
Fang : lang und nur mäßig spitz
Gebiß : ideal ist ein Scherengebiß, Zangengebiß akzeptabel.
Ohren : klein und greyhoundartig getragen (Rosenohren)
Hals : ausreichend lang, sehr stark und muskulös, gut gebogen, ohne Wamme oder lockere Haut an
der Kehle.

Körper
Brustkasten : sehr tief mit weiter Brust
Rücken : lieber lang als zu kurz, die Lenden gewölbt
Bauch : gut aufgezogen
Rute : lang und leicht gebogen, von gemäßigter Dicke und gut mit Haar bedeckt.
Vorhand : Die muskulösen Schultern lassen der Brust viel Breite und sind schräg gelagert, die
Ellbogen gut untergestellt und weder aus- noch einwärts gedreht.
Beine : Der Oberarm muskulös und das ganze Bein stark und absolut senkrecht.
Hinterhand : Oberschenkel muskulös, Unterschenkel kräftig und lang wie beim Grey, die Sprung -
gelenke senkrecht am Boden, weder ein- noch auswärts gedreht.
Pfoten : Gemäßigt groß und rund, weder ein- noch auswärts gedreht.

Fell
Rauh und hart an Körper, Beinen und Kopf; lang und mit besonderen Wirbeln über den Augen und unter
den Kiefern.

Farbe und Abzeichen
Die wieder anerkannten Farben sind grau, gestromt, rot, schwarz, reines Weiß, hirschfarben und jede
beim Deerhound aufscheinende Farbe.

Größe
Widerristhöhe Rüden : 79 cm bei 54,5 kg im Minimum
Hündinnen : 71 cm bei 40,5 kg im Minimum.
Jedes Maß darunter sollte disqualifiziert werden. Unbedingt erstrebenswert ist eine imposante Größe
(einschließlich der Höhe der Schulter und der angemessenen Länge des Körpers) und es ist angestrebt,
die Rasse so zu konsolidieren, daß deren Rüden im Durchschnitt zwischen 81 und 86 cm messen und die
erforderliche Kraft, Beweglichkeit Mut und Ebenmaß zeigen.

Sonstiges
Die Rüden müssen zwei offensichtlich normal ausgebildete Hoden haben, die vollkommen im Skrotum
sind.

Fehler
Zu leichter oder zu schwerer Kopf, zu stark gebogenes Stirnbein; große Ohren, flach am Kopf hängende
Ohren; kurzer Hals; Kehlwamme; zu enger oder zu breiter Brustkasten; eingesunkener oder eingefalle -
ner Rücken oder auch zu straffer Rücken; schräge Vorderbeine; gewinkelte (überbogene) Fesseln;
verdrehte Füße; gespreizte Zehen; zu lockiger Schwanz; schwache Hinterhand und allgemeiner Mangel
an Muskeln, zu kurzer Körper; rosa- oder leberfarbene Augenlider, Lippen und Nase oder eine andere
Pigmentierung als schwarz. sehr helle Augen.

Liste der Punkte in Reihenfolge ihrer Wertigkeit :
1. Typ : der IW soll nicht gleich schwer und massig wie eine Deutsche Dogge sein, jedoch
gewichtiger als der Deerhound, dessen Typ er aber im übrigen ähnlich sein soll.
2. Größe : überwältigend in Größe und Ausstrahlung, von ausgeprägtem Typ
3. Bewegung : leicht und lebhaft
4. Kopf : lang und gerade, hochgetragen
5. Vorhand : starke Knochen, absolut senkrecht, Ellbogen gut untergestellt.
6. Hinterhand : Schenkel lang und muskulös, Unterschenkel gut bemuskelt, die Gelenke gut gewinkelt.
7. Fell : rauh und hart, besonders lang mit wirbeln über den Augen und unter den Kiefern.
8. Körper : lang, gut gewölbt und gespannte Rippen, große Breite über den Hüften
9. Lenden : gewölbt, Bauch gut aufgezogen
10. Ohren : klein, in Greyart getragen (Rosenohr)
11. Pfoten : mäßig groß und rund, Zehen geschlossen, gut gewölbt
12. Hals : lang, gut gebogen und sehr stark
13. Brustkorb : sehr tief, gemäßigt breit
14. Schultern : muskulös und schräg gelagert
15. Schwanz : lang und leicht gebogen
16. Augen : dunkel

Bemerkung
Jede Abweichung von den vorstehenden Standardmerkmalen ist als Fehler anzusehen und das Gewicht,
mit dem der Fehler zu werden ist, muß genau dem Schweregrad entsprechen.

 

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